„Endlich geht’s los“ – Bewohnerbeteiligungsverfahren „Modellhof Kraepelinweg“

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hof1.gif Nachfolgend ist kurz in der zeitlichen Reihenfolge der bisherige Verlauf dargestellt und was noch beabsichtigt wird

  • Die Idee für die Umgestaltung der Außenanlage in Form eines bewohnergetragenen Verfahrens entstand im Sommer 2007 bei uns im Stadtteilmanagement FF-West.
  • Wir haben diesbez. Gespräche mit unserem „starken Partner“ der GEWOBAG geführt, um die Wohnungsbaugesellschaft als Antragsteller zu gewinnen. Das Konzept wurde im Stadtteilmanagement entwickelt und von der GEWOBAG beantragt.

hof2.gif Ziel: Die Entwicklung einer Nachbarschaft, die Verantwortung für ihr Wohn- und Lebensumfeld übernimmt und relativ konfliktfrei zusammen wohnt (Alt, Jung, Migrant und Deutscher). Generationsübergreifende Multifunktionalität. Aufwertung des Wohnungsbestandes bzw. Attraktivitätssteigerung. – Vernetzung mit Projekten der Sozialen Stadt

Anlass: Konflikte unter den Bewohnern, veraltete Spielgeräte, Konflikte der spielenden Kinder mit den Bewohnern im EG, hoher Nutzungsgrad der Hoffläche, Vermüllung, defizitäre Aufenthaltsqualität und mangelhafte Begegnungsmöglichkeiten, wie auch fehlende Sportmöglichkeiten

Weiterhin

  • sehr hoher Anteil der Bewohner im Bereich Kraepelinweg/Freudstraße sind Empfänger von Transferleistungen
  • Integration der Bewohner und Akzeptanz aller Bewohner untereinander. Hoher Anteil an Migranten (Deutsche nichtdeutscher Herkunftssprache)
  • 20.000 € an Sperrmüllgebühren im Jahr sind die Folgen der Ablage von Müll bzw. Gegenständen, wie Sofas oder Schränke.

Finanzierung: Die Maßnahme wird über einen Fonds für baulich investive Maßnahmen der „Sozialen Stadt“ finanziert. Dieser Fonds ist zur Unterstützung für bauliche Maßnahmen in den Gebieten vorgesehen. Die Auslobung, welche baulich investive Maßnahmen im Land Berlin durchgeführt werden, erfolgt durch verschiedene Gremien (Q-Beirat, Bezirk, Senat). Aus Gründen, dass weniger finanz. Mittel als Bauvorschläge in diesem Verfahren zur Verfügung stehen, können nicht alle eingereichten Maßnahmen aus den Berliner Fördergebieten auf diese Weise realisiert werden.

Die Zustimmung seitens der Senatsverwaltung und des Bezirksamtes Spandau zur baulichen Maßnahme „Modellhof Kraepelinweg“ ist im Januar 2008 erfolgt.

Zeitplan zur Durchführung:
Januar 2008 – Vorbereitungsphase mit Recherche aller zu beteiligten Gruppen
März/April 2008 – Planungsphase mit Bewohnern (Workshop)
Mai/Juni 2008 – Ausschreibung und Vergabe
Juli – Oktober 2008 – Bauphase ( die Einleitung in diese Phase ist mit einem Hoffest, am 19.07.08, geplant)
Oktober/November 2008 – Fertigstellung mit Pflanzaktionen und der Übernahme von z. B. Beet- oder Baumpatenschaften.

Workshop, am 19.04.2008: Nach der Diskussion im QB wurde sich einstimmig für eine Eröffnungsveranstaltung bzw. Workshop in einem Zelt, mitten im Hof (für ca. 50 Personen) ausgesprochen. Die Veranstaltung (Workshop) war gut besucht, vor allem bei Kinder und alleinstehendenMüttern mit ihren Kindern, war der Bedarf einer Erneuerung zu erkennen. Der Workshop, zu dem die Besucher/Interessierten in 4 Gruppen eingeteilt wurden, diente neben der Bekanntmachung dazu, die Wünsche und Beschwerden der Bewohner in Form von Modellen aber auch schriftlichen Auflistungen festzuhalten. Begleitet wurde der Tag durch ein organisiertes Catering, für Getränke, Kaffee und Kuchen, wie auch einer Mahlzeit am Abend.

Ablauf: Zuerst Einleitung durch GEWOBAG und uns mit einem Spiel, dann Gruppenbildung (wir haben die Gruppen zusammen gestellt) – zuerst sammeln von Verbesserungsvorschlägen und dann Modellbau, wo die Wünsche einflossen.
Resultat: Relevante gezielte Wünsche mit den Elementen Sport, Wasser, Spiel und Begegnung und robuste Spiel- bzw. Baukonstruktionen, da alle Angst haben, dass es wieder zerstört wird. Überhaupt größte Angst der Bewohner, ist die Zerstörung. An diesem Tage kamen aber Bewohner näher und haben bereits über gemeinsame „Müllpickaktionen“ oder einer regelmäßigen Tauschbörse – Flohmarkt – diskutiert.

Feedbackrunde in der Woche nach dem Workshop: GEWOBAG und Stadtteilmanagement treffen sich in den Räumen der GEWOBAG zur Reflektion des Workshops und zur Absprache über das weiteres Vorgehen/Terminfestlegung. Die genaue Auswertung des Workshops ist von der GEWOBAG durchgeführt worden.

Pflanzaktion, am 24.05.2008: Mit einem Aufruf der Bewohner zu einer Pflanzaktion, ist die Praxis „vor Ort“ eingeleitet worden. Der Anlass hierzu sind versch. Im Hof wachsende Pflanzen, die versetzt werden müssen (lt. Neuem Konzept). Eine Verpflanzung während der Bauphase im Hochsommer ist nicht möglich. Die Pflanzen sind vor die Balkone gepflanzt worden, um hier eine Distanz zwischen privaten und halböffentlichem Raum entstehen zu lassen.

Planvorstellung und Auslobung der Preise, am 27.05.2008: Die Auswertung und die Planvorstellung, fand im vor Ort Büro des Stadtteilmanagements Falkenhagener Feld West statt, Ein großer Andrang von Bewohnern (alt und jung) hat den Bedarf zur Umgestaltung und Erneuerung unterstützt. Im Plan sind neben neuer Spielgeräte auch ein Basketballkorb und Sitzmöglichkeiten für alle vorgesehen. Ein Highlight ist die Dusche, die als Element für heiße Sommertageim Hof fest aufgestellt werden soll.
Manche kamen nur zum Diskutieren oder zur Planbetrachtung – Erfolg, da sich die Bewohner plötzlich mit den Problemen auch öffentlich auseinandersetzen. Alle TeilnehmerInnen des Workshops, vom 19.04.08, haben einen Preis erhalten und waren Gewinner, da alle Ideen gut waren. Wir haben uns für kleine Preise aus dem Sportbereich entschieden (da diese nachhaltiger als Einkaufsgutschein oder Kinokarten sind). Die TeilnehmerInnen haben ihre Modelle zurück erhalten.

Übersichtsplan Modellhof Kraepelinweg

Hofgestaltung auch in den Nachbarhöfen:
Die GeWOBAG möchte eine Erweiterung des Verfahrens auf den Nachbarhof und dem Bestand in der Freudstraße, unter Einbeziehung der Außenanlage des Seniorenwohngebäudes (Mieter ist Sozialamt Spandau), beantragen. Grobkonzepte sind bereits vorhanden und der Bedarf ist hier ebenso so groß wie im gegenwärtigen Hof der Modelldurchführung, Bei einer Zustimmung der Behörde, den „Modellhof“ im nächsten Jahr zu erweitern, ist eine Erneuerung der 2 sog. „Käfige“ (Fußballplätze) geplant. Den „Käfig“ im Kraepelinweg nutzt das Projekt „Bolzplatzliga“ für Spiele. Hier ist es wünschenswert, einige Sitzplätze zu integrieren, um Bewohner als Zuschauer zu gewinnen und teilhaben zu lassen. Auch über die Aufstellung eine Torwand für Torwandschießen wird bereits gesprochen.